Gretchenfrage: Wie halten die hiesigen Pfadfinder es in diesem Zusammenhang mit der Toleranz, Akzeptanz und Weltoffenheit? Da in Deutschland leider eine ganze Reihe von Bünden agieren (BdP, VCP, DPSG, um nur ein paar der größten zu nennen) und nebenbei noch eine Unzahl von selbständigen Stämmen existiert, ist diese Frage wohl nicht eindeutig zu beantworten. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass jeder Pfadfinder den ich je getroffen habe, eine Ausgrenzung von z.B. Schwulen nicht geduldet hätte. Das widerspricht auch bei konservativster Interpretation dem Grundgedanken des Gründers, der ja gerade eine Gemeinschaft gründen wollte, in der sozialer Status oder ethnische Zugehörigkeit keine Rolle spielen. Nicht, um eine “Gleichschaltung” zu bewirken, sondern um den Kindern ein gemeinsames Gefühl von Zugehörigkeit zu vermitteln. Was im Amiland in der Richtung abgeht, ist mir allerdings eh schleierhaft. Dort ist Pfadfindertum, so mein Eindruck, wohl nur “Kinderkram” und von den fragwürdigen Wertvorstellungen der USA durchflossen. In Deutschland finden sich hingegen viele Wurzeln in der bündischen Jugend – mitunter etwas “zünftiger” (halt eher Zeltlager als Campingplatz), aber auch eher modern-humanistisch orientiert. Wie gesagt, ein “Schwule dürfen keine Pfadfinder sein” wäre IMHO in keinem deutschen Pfadfinderbund denkbar. Das ist absurd.
Weltweites Pfadfindertreffen im Internet
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